Von: Peter Reichert

Gemeinsame Fachtagung vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. und Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.

„Beratung auf Augenhöhe“ war das zentrale Thema einer gemeinsamen Veranstaltung vom Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V. und dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. am 16. November in Berlin.

Hintergrund ist die für 1. Januar 2018 geplante Eröffnung und Etablierung staatlich geförderter Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung. Schon in seiner Begrüßung wieß BSK-Bundesvorsitzender Gerwin Matysiak darauf hin, dass diese Anlaufstellen eine wichtige und gute Ergänzung zu der jahrzehntelangen Beratungstätigkeit der Selbsthilfeverbände zu sehen seien. „Jedoch können diese Angebote keineswegs die ehrenamtliche Beratungstätigkeit in der Selbsthilfe ersetzen“, sagte Matysiak vor über 100 Teilnehmern.

Nach den einführenden Vorträgen von BVKM-Vorstandsmitglied Kerrin Stumpf und dem Referatsleiter im BMAS, Alfons Polcyk, über die ergänzende und unabhängige Teilhabeberatung (EUTB), berichtete Dr. Christof Stamm vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW über die Erfahrungen mit Modellprojekten einer Peer Beratung.

Von großer Bedeutung ist für Dr. Gudrun Wansing, Professorin an der Humboldt Universität Berlin, Kultur, -Sozial, Bildungswissenschaftliche Fakultät, die Qualifizierung. „ Die Aus- und Weiterbildung der Peer Counseler und eine hautpamtlich geleitete Koordination ist besonders wichtig“, betonte sie.

In vier Dialogforen zu den Themen Beratungsinhalt, Peer Beratung, Qualifikation und Evaluation sowie Unabhängigkeit, wurde die Veranstaltung nach der Mittagspause fortgesetzt. Groß war das Interesse der Teilnehmer bei den Vorträgen der Beraterinnen aus dem Netzwerk unabhängige Beratung, die über praktische Beispiele ihrer Arbeit berichteten.

Im abschliessenden Plenum stellten sich unter anderem Irmgard Badura, Beauftragte der bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und Dr. Christof Stamm den Fragen der Teilnehmer.